Schockanrufe in Sulzbach-Rosenberg laufen ins Leere

Symbolbild: Antikes Telefon
Symbolbild

SULZBACH-ROSENBERG. Am Donnerstagnachmittag (06.05.2021) erhielten drei Seniorinnen und ein Senior aus dem Stadtgebiet, 68, 72, 80 und 82 Jahre alt, einen sogenannten „Schockanruf“ von einem bislang unbekannten Täter, der sich als Polizeibeamter, in einem Fall gar als Staatsanwalt ausgab. Der falsche Polizeibeamte bzw. falsche Staatsanwalt gaukelte zwei der älteren Damen und dem 80jährigen Herrn jeweils vor, dass eine nahe Angehörige bzw. eine Freundin als Verursacherin an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt gewesen sei. Um einer Verhaftung zu entgehen, müsse ein fünfstelliger Geldbetrag bei der Polizei hinterlegt werden, so die Forderungen des Täters.
Im anderen Fall sollte die Seniorin zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ausgekundschaftet werden.
Alle drei Damen und auch der Senior, deren Telefonnummern wohl dem öffentlichen Telefonbuch entnommen worden waren, erkannten die Finte und ließen sich auf die Verhandlungen nicht weiter ein.
Letztlich endeten die Telefonate ohne einen Erfolg für den Täter, der sich eigens die Telefonnummer 11200, ähnlich der Europa-Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, mit Königsteiner bzw. Edelsfelder Vorwahl (09665) besorgt hatte.

Damit Telefonbetrüger mit ihren Betrugsmaschen bei Senioren auch weiterhin „auf Granit beißen“, gibt die örtliche Polizeiinspektion nochmals einige Verhaltenshinweise mit auf den Weg:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen mit Vorwänden wie zum Beispiel: Anklagen aus dem In- oder Ausland, dringende Ermittlungen, Einbruch in der Nachbarschaft
  • Übergeben Sie nichts! Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Wertgegenstände oder Überweisungen von Ihnen, um Sie zu schützen oder Ermittlungen durchzuführen.
  • Rufen Sie nie die am Telefon angezeigte Nummer zurück. Informieren Sie unverzüglich Ihre örtliche Polizei, nötigenfalls auch über die Notrufnummer 110, die Sie selbst wählen.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z.B. Nachbarn oder nahe Verwandte
  • Seien Sie misstrauisch! Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich.

Bericht: PI Sulzbach-Rosenberg