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„Helfende Hände“ entlasten Pflegekräfte in Amberg und tun Dienst in der FüGK

Hauptmann Anton Sertl, Oberbürgermeister Michael Cerny, Heimleiter Marcus Keil, Oberstleutnant Stephan Koller und die Pflegefachberaterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz Birgit Hübner (hinten v.l.n.r.) mit den diensthabenden Soldaten vor dem Seniorenheim der Diakonie in der Hellstraße in Amberg Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg
Hauptmann Anton Sertl, Oberbürgermeister Michael Cerny, Heimleiter Marcus Keil, Oberstleutnant Stephan Koller und die Pflegefachberaterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz Birgit Hübner (hinten v.l.n.r.) mit den diensthabenden Soldaten vor dem Seniorenheim der Diakonie in der Hellstraße in Amberg
Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg

AMBERG. In Zeiten von Corona herrscht vor allen Dingen in den Seniorenheimen und zur Durchführung von Coronatests großer Personalengpass. Aus diesem Grund stehen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bereit, um als „helfende Hände“ einzuspringen, wo Not am Mann ist. So zum Beispiel im Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße, wo aktuell insgesamt vier junge Bundeswehrangehörige eingesetzt sind.

Jetzt stattete Oberbürgermeister Michael Cerny der Einrichtung einen Besuch ab, um den aushilfsweisen Mitarbeitern sowie dem Kreisverbindungskommando (KVK) Amberg unter der Führung von Oberstleutnant Stephan Koller für diesen Einsatz zu danken. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die jungen Soldaten über das KVK zu mobilisieren, nachdem alle zivilen Möglichkeiten wie die Mitarbeitergewinnung über den Pflegepool oder Zeitarbeitsfirmen ausgeschöpft waren“, betonte der Amberger Oberbürgermeister.
Ein großes Dankeschön sprach er in diesem Zusammenhang aber auch Birgit Hübner aus, die als „Pflegeleiterin“ die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt Amberg berät und binnen weniger Tage die „helfenden Hände“ vermitteln konnte. Diese sind nun bis zur Gesundung der erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, um die Pflegekräfte im Alltag etwa durch Mitarbeit in der Küche oder Essenausgabe zu unterstützen, damit diese die Pflege in gewohnter Qualität ausführen und garantieren können.

„Für unsere Kameraden der Instandsetzung ist das natürlich eine eher ungewöhnliche Arbeit. Normalerweise sind die dazu da, die Bundeswehrfahrzeuge und damit schweres Gerät zu warten und am Laufen zu halten“, führte Stephan Koller aus. Das von ihm geleitete KVK ist zudem immer mit einem Soldaten – in der Regel durch Hauptmann Anton Sertl – in der FüGK vertreten. Die Rechtsgrundlage für diese Einsätze bildet unter anderem der in Bayern ausgerufene Katastrophenfall und das Amtshilfeersuchen der Stadt Amberg an die Bundeswehr.
Ein Dankeschön erreichte die Soldaten aber auch von Marcus Keil, dem Leiter des Seniorenheims der Diakonie. „Sie waren unsere letzte Rettung. In unserer Not hatten wir vorher sogar bei Gastronomiebetrieben in der Region wegen Unterstützung angefragt“, berichtete dieser von seinen Schwierigkeiten, ausreichend Personal für die Betreuung der Seniorinnen und Senioren zur Verfügung zu haben.

Freilich wird dieser Einsatz nicht mehr allzu lange weitergeführt werden können. Deshalb nutzten Oberbürgermeister Michael Cerny und Markus Keil die Gelegenheit, einen Aufruf an die Bevölkerung zu richten: „Melden Sie sich, wenn Sie sich eine Tätigkeit bei der Diakonie vorstellen können oder sich für den Helferpool zur Durchführung von Schnelltests der Bundesanstalt für Arbeit melden wollen. Dafür schon jetzt vielen herzlichen Dank!“

Bericht: Stadt Amberg

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