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Landrat Reisinger schreibt Landkreisbewohner Ü60 an

Boosterimpfung zum Schutz vor Corona

Landrat Richard Reisinger
Foto: Michael Sommer

AMBERG-SULZBACH. In diesen Tagen erhalten alle Landkreisbewohner über 60 Jahre Post von Landrat Richard Reisinger. Die Corona-Lage im Landkreis Amberg-Sulzbach ist dramatisch und die Infektionszahlen alarmierend. Deshalb wirbt der Landkreischef in dem Brief für die Boosterimpfung. Studien zeigen, dass der Schutz der Corona-Schutzimpfung vor einer Ansteckung nach etwa fünf Monaten langsam nachlässt. Deshalb soll in der Regel sechs Monate nach der letzten Impfdosis der Grundimmunisierung die Auffrischungsimpfung erfolgen.

Zwischenzeitlich wird in Bayern die Booster-Impfung schon nach fünf Monaten empfohlen, bei einer Grundimmunisierung mit Johnson & Johnson auch schon nach vier Wochen. Landrat Richard Reisinger betont: „Nach fünf Monaten ist der Impfschutz aber nicht komplett verloren, sondern wird langsam schwächer. Mit der Auffrischungsimpfung wird der Impfschutz wieder deutlich erhöht. Der Körper bildet mehr Antikörper und kann sich so noch besser vor dem Virus schützen.“

Den Brief erhalten sicherlich auch einige Landkreisbewohner, die bereits ihre Booster-Impfung erhalten haben. Für sie ist das Schreiben aus dem Landratsamt nicht mehr relevant. „Logistisch war das nicht anders machbar“, heißt es aus dem Landratsamt. „Wir konnten im Vorfeld nicht herausfiltern, wer schon seinen Booster erhalten hat und wer nicht. Deshalb wurde die Post an alle Landkreisbewohner Ü60 verschickt“.
Eine Impfung ist beim Haus- oder Facharzt möglich, alternativ auch in den Impfzentren. Landrat Richard Reisinger empfiehlt, die Registrierung für das Impfzentrum online unter www.impfzentren.bayern vorzunehmen: „Eine Onlineanmeldung geht schnell, verlässlich und ohne Wartezeiten, und kann auch stellvertretend von Angehörigen vorgenommen werden.“ Steht kein Internet-Anschluss zur Verfügung, können sich Impfwillige auch telefonisch anmelden. Die Telefonnummer lautet 09621 16229-7100. Allerdings kann es telefonisch zu längeren Wartezeiten kommen. Die Hotline des Impfzentrums ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr besetzt.

Für die Auffrischungsimpfung wird unabhängig davon, welcher Impfstoff bei einer zuvor erfolgten Immunisierung verwendet wurde, eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer oder Moderna verabreicht.
Landrat Richard Reisinger rechnet in den kommenden Tagen weiter mit einer starken Nachfrage nach Impfterminen. Deshalb bittet er die Landkreisbevölkerung abschließend um etwas Geduld, sollte jemand nicht unmittelbar einen zeitnahen Impftermin erhalten.

Bericht: Landratsamt Amberg-Sulzbach

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