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Frachtschiff in Schleuse gesunken

Symbolbild: Frachtschiff
Symbolbild
Quelle: flickr.com/photos/erwinrommel/

PFATTER OT GEISLING. Am Freitagnachmittag ereignete sich in der Schleuse Geisling eine Schiffshavarie. Ein Güterschiff ist dabei vollständig untergegangen. Es steht eine aufwändige Bergung bevor.
Am Freitag, 10. März 2023, gegen 13.25 Uhr, sank aus noch unklarer Ursache das unter deutscher Flagge fahrende Schiff „Achim“ in der Schleuse Geisling. Das hauptsächlich mit Eisenerz beladene Frachtschiff war von Regensburg kommend flussabwärts, also in Richtung Passau, unterwegs und hatte die Schleuse bereits vollständig befahren. Die Havarie des 85 Meter langen und 8,20 Meter breiten Schiffes ereignete sich dann in der Schleusenkammer. Das Schiff sank vollständig auf den Boden der etwa 11,30 Meter tiefen Schleuse. Die beiden ungarischen Besatzungmitglieder, der 61-jährige Kapitän und der 64-jährige Steuermann, retteten sich über die Notleitern der Schleusenkammer aus dem Wasser. Der 64-jährige Steuermann wurde mittelschwer und der 61-jährige Kapitän leicht verletzt.
Personal der Schleusenleitzentrale verständigte die Wasserschutzpolizei Regensburg, woraufhin ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW zum Unglücksort eilten. Auch Vertreter des Wasserwirtschaftsamts, des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts, des Landratsamts Regensburg und der Landkreisführung der Feuerwehr waren vor Ort. Die Staatsanwaltschaft Regensburg wurde in die beginnenden Ermittlungen eingebunden.

Nach momentaner Einschätzung besteht trotz auslaufenden Treibstoffs (Diesel) aufgrund der geschlossenen Schleusentore keine unmittelbare Gefahr für die Umwelt.  Die Situation wird dennoch fortlaufend beobachtet und bewertet. Die Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Gewässerverunreinigung aufgenommen.
Die beteiligten Fachbehörden stehen bezüglich der aufwändigen Bergung im Austausch mit den Schiffsverantwortlichen. Derzeit ist noch unklar, wann die Bergung erfolgen wird, vermutlich wird diese jedoch erst in den nächsten Tagen bzw. nach dem Wochenende erfolgen können. Auch die Schadenshöhe ist noch nicht geklärt, allerdings dürfte sich diese mindestens im hohen sechsstelligen Bereich bewegen. Die zu erwartenden Bergungskosten dürften ebenfalls erheblich sein.
Ob auch an der Schleuse Schäden entstanden sind, wird sich erst mit den Bergungsmaßnahmen klären.

Bericht: Polizeipräsidium Oberpfalz

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