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Herrmann würdigt bei Festakt im Landtag Integrationsprojekte mit Vorbildcharakter

Würdigung der Preisträger im Bayerischen Landtag Foto: Rolf Poss
Würdigung der Preisträger im Bayerischen Landtag
Foto: Rolf Poss

BAYERN. Bei der gestrigen Verleihung des Bayerischen Integrationspreises 2022 im Bayerischen Landtag hat Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann die Preisträger für ihre wertvolle Arbeit gelobt. Integration von Migrantinnen und Migranten sei kein Kurzstreckenlauf, sondern eine Daueraufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden könne. Entscheidende Faktoren seien Sprache, Bildung, Arbeit und Wohnen, aber auch die Vermittlung von Werten und Normen. „Jedes erfolgreiche Integrationsprojekt hilft, Zugewanderte noch besser in unsere Gesellschaft einzubeziehen.“ Bayern sei ein Land der gelingenden Integration. „Bei den Flüchtlingen aus der Ukraine können wir von den bestehenden wertvollen Strukturen und Erfahrungen im Integrationsbereich profitieren“, so der Minister

Der diesjährige Integrationspreis stand unter dem Motto ‚Gesundheit‘. Alle Preisträger zeichnen sich laut Integrationsminister Herrmann dadurch aus, dass sie den Integrationsprozess im Bereich der Gesundheit weiter vorantreiben und dabei helfen, kulturelle oder sprachliche Hürden von Menschen mit Migrationshintergrund zu überwinden.

Den mit 3.000 Euro dotierten 1. Platz belegt das Projekt ‚EineWelt-Hebammen‘ aus Regensburg. Sechs freiberufliche Hebammen betreuen seit 2015 Frauen und deren Kinder in der ANKER-Einrichtung Regensburg und mehreren Gemeinschaftsunterkünften. Sie haben bereits rund 800 geflüchteten Frauen weit über eine normale Hebammentätigkeit hinaus Unterstützung gegeben und Stabilität vermittelt.
Über den 2. Platz und je 1.500 Euro dürfen sich die Initiative ‚TAFF‘ des Diakonischen Werks Bayern aus Nürnberg und das Projekt ‚SoulTalk‘ aus Geldersheim/Würzburg freuen. TAFF hat seit Projektbeginn im Jahr 2014 gerade im ländlichen und kleinstädtischen Raum professionelle Anlaufstellen für traumatisierte und psychisch erkrankte Geflüchtete etabliert. Das Projekt ist mittlerweile an zehn Standorten in Bayern vertreten.
Bei SoulTalk bieten geschulte Geflüchtete im ANKER Geldersheim und der Teilgemeinschaftsunterkunft Würzburg neu angekommenen Geflüchteten Beratungsgespräche in ihrer Muttersprache an und entwickeln mit ihnen Strategien, um mit den belastenden Fluchterfahrungen besser umgehen zu können.

Bericht: Bayerisches Innenministerium

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