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Notruf missbraucht und Brand gemeldet

Notruf
Symbolbild

ESCHENBACH / KIRCHENTHUMBACH. Am Montag, den 31.01.2022, um 16.40 Uhr, ging bei der integrierten Rettungsleitstelle (ILS) Weiden ein Notruf ein. Der offensichtlich junge Anrufer meldete mit kindlicher Stimme, dass es bei der Kirchenthumbacher Schule brennen würde.
Um in einem Brandfall keine wertvolle Zeit zu verlieren, wurde sofort ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungskräften nach Kirchenthumbach beordert. Auch zwei Streifen der Polizeiinspektion Eschenbach verlegten dorthin. Vor Ort konnte allerdings weder eine Rauchentwicklung, noch ein Feuer festgestellt werden. Die Meldung stelle sich als haltlos heraus. Die Rettungskräfte rückten wieder ab.
Weitere Ermittlungen ergaben nämlich, dass ein 8-jähriger Junge lediglich das Mobiltelefon seines älteren Bruders ausprobieren wollte und den Notruf betätigte. Dem Notrufassistenten der ILS erzählte der Junge dann, dass aus einem Gebäudefenster Rauch aufsteigen würde.

Missbrauch von Notrufen ist kein Kavaliersdelikt und stellt eine Straftat mit einer Strafandrohung von bis zu einem Jahr dar. Der Sachverhalt wird an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergemeldet. Zudem können einem Anrufer, der den Notruf missbräuchlich nutzt, ggf. die Kosten des Einsatzes auferlegt werden.
Abgesehen von einem Strafverfahren, wird bei einem „Fake-Anruf“ die Zeit von meist freiwilligen Einsatzkräften in Anspruch genommen, welche anderswo Leben retten können.

Bericht: PI Eschenbach

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