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Herrmann: Unser Ziel ist höchstmögliche Sicherheit im Bergsport

Symbolbild: Alpen
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Quelle: flickr.com/photos/thomas-luebke/

BAYERN. Innenminister Joachim Herrmann hat die neue zentrale Datenbank des Kuratoriums für Alpine Sicherheit, die das aktuelle Unfallgeschehen in den Bergen aufzeichnet, als wichtiges Instrument zur Vermeidung von Unfällen im Bergsport bezeichnet. Herrmann sagte, „unser Ziel ist die höchstmögliche Sicherheit in den Bergen. Mit der zentralen Datenbank ist es uns möglich, aussagekräftige Vergleiche anzustellen und auf aktuelle Unfallschwerpunkte zeitnah hinzuweisen. Denn lieber einen Unfall vermeiden als Bergsportler nach einem Unfall retten zu müssen.“
Auf die Statistik haben alle beteiligten Behörden und auch alle Alpinverbände in Bayern direkten Zugriff. Das Kuratorium wertet das Unfallgeschehen im Sommer und Winter jährlich aus und macht die Erkenntnis daraus öffentlich. So erreichen die Hinweise auch die Bergsportlerinnen und -sportler. Das Innenministerium unterstützt das Kuratorium mit jährlichen Zuschüssen zu den verschiedenen Kuratoriumsprojekten – wie etwa zur Datenbank. Dafür stehen 2023 90.000 Euro bereit. 2024 ist eine Erhöhung auf 110.000 Euro für neue Projekte beabsichtigt.

Lebensgefährlich kann nach den Worten des Innenministers eine veraltete und verbrauchte Kletterausrüstung sein, zumal nach den Erkenntnissen des alpinen Kuratoriums immer neue und anspruchsvollere Klettersteige errichtet werden, um immer mehr Bergbegeisterten das Klettern in der Steilwand zu ermöglichen. „Die Klettersteige werden zum Teil immer sportlicher und schwerer“, so Herrmann. „Wie Erhebungen unsere Polizeibergführer an den Klettersteigen zeigen, sind aber nicht alle mit einer normgerechten Ausrüstung ausgestattet.“ Herrmann rät unbedingt dazu, alte oder verbrauchte Ausrüstung zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen.

Die Verkaufszahlen von Fahrrädern mit Hilfsmotor legen seit Jahren zu. Im Bergsport erweitern geländegeeignete E-Mountainbikes den Aktionsradius der Sportler, aber auch den Personenkreis, der in bislang abgelegene Gebiete vordringen kann. Im benachbarten Ausland im Bundesland Tirol zeigt sich dies bereits in gestiegenen Unfallzahlen. Herrmann: „Wir wollen dieses Problem deshalb präventiv angehen und anhand der Statistik des alpinen Kuratoriums Unfallschwerpunkte, wie zum Beispiel an Downhill-Strecken oder an stark frequentierten Wanderwegen, identifizieren und entschärfen.“

Ist eine Rettung unumgänglich geworden, kommen unter anderem die Hubschrauber der bayerischen Polizei zum Einsatz. „Denn Bayern ist das flächenmäßig größte Bundesland mit topographisch vielfältigen Regionen. Das macht unsere Polizeihubschrauber als Einsatzmittel für die Polizei unverzichtbar. Wir werden daher in den kommenden Jahren die komplette Flotte durch acht neue Polizeihubschrauber des Typs H145 des Hersteller Airbus Helicopters ersetzen“, kündigte Herrmann an. Neben den polizeilichen Einsätzen werden auch Bergwacht, Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz von dem deutlich verbesserten Leistungsspektrum des neuen Hubschraubers profitieren, „Zum Beispiel“, so Herrmann, „bei der Waldbrandbekämpfung mit größerem Löschwasserbehälter, von einer längeren Einsatzdauer und einer größeren Personenkapazität bei der Suche oder Bergung von Personen“.

Bericht: Bayerisches Innenministerium

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