Gesundheitsministerin Huml und Innenminister Herrmann nahmen erste Impfstofflieferung in Bayern entgegen

Symbolbild: Impfung
Symbolbild: Impfung
Quelle: flickr.com/photos/rufino_uribe/

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann haben heute an einem zentralen Lagerstandort in Erlangen eine erste Teillieferung der für Bayern bestimmten Impfdosen gegen das Coronavirus entgegengenommen. Der andere Teil der Erstlieferung erfolgte nach München. Gesundheitsministerin Huml betonte aus diesen Anlass: „Die ersten 9.750 Impfdosen für ganz Bayern werden gleichmäßig auf alle 96 Kreisverwaltungsbehörden aufgeteilt. Einzig die bayerische Millionenstadt und Landeshauptstadt München erhält 250 Impfdosen.“

Innenminister Herrmann unterstrich: „Bayern ist gut vorbereitet für die Corona-Schutzimpfungen. Die Polizeien von Bund und Ländern gewährleisten den sicheren Transport des Impfstoffs.“ Die Bundespolizei begleitet zunächst die Auslieferungen des Impfstoffs auf dem Weg in eines der bayerischen Zentrallager. „Für die sichere Verteilung des Impfstoffs innerhalb Bayerns liegen ausgefeilte Sicherheitskonzepte vor, die zusammen mit der bayerischen Polizei erarbeitet wurden“, so Herrmann.
Huml erläuterte: „Auf Grund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes gilt es, zuallererst unsere durch das Virus besonders stark gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und diesen prioritär ein Impfangebot zu ermöglichen. So ist es auch in der Impfverordnung des Bundes vorgesehen.“

Die zweite bereits am Montag erwartete Lieferung soll mit 97.500 Impfdosen schon die zehnfache Menge betragen. Diese wird mit der dritten Lieferung am 30. Dezember von mehreren speziellen ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern mit 107.500 Impfdosen sogar noch übertroffen. Für das neue Jahr werden vom Bund regelmäßige Impfstofflieferungen erwartet.
Für eine bedarfsgerechte Lieferung sowie zur Gewährleistung einer vollumfänglichen Verimpfung des gesamten gelieferten Impfstoffs wird von diesen Lieferungen jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen für die erforderliche zweite Impfung zurückgestellt und in den zentralen Lagerstandorten zwischengelagert. In jedem der Thermoversandbehälter des Herstellers werden bis zu 4.875 Impfdosen ultratiefgekühlt zu den zentralen Lagerstandorten in Bayern transportiert. Von dort aus wird der Impfstoff durch ein privates Logistikunternehmen bzw. bei der Erstlieferung u.a. auch durch das Technische Hilfswerk (THW) sicher verpackt zu den örtlichen Impfzentren gebracht und kann dort zur Impfung aufbereitet werden.

Ministerin Huml, die selbst ausgebildete Ärztin ist, fügte hinzu: „Gemäß den Vorgaben der Arzneimittelzulassung des Impfstoffs dürfen pro Fläschchen fünf Impfdosen entnommen werden.“ Für eine Nachverfolgung der Temperatur in der Kühlkette ist jedes Transportbehältnis zusätzlich mit sogenannten Temperaturdatenloggern ausgestattet. Huml betonte: „Wir wollen jedes einzelne Impfstofffläschchen schnellstmöglich zu den Impfberechtigten bringen, um denjenigen Schutz zu bieten, die ihn jetzt am dringendsten benötigen.“
Innenminister Herrmann ergänzte: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem reibungslosen Ablauf, damit der Impfstoff sicher auf alle Impfzentren in Bayern verteilt werden kann. Bislang haben wir aber keine Hinweise auf etwaige Störungen oder Angriffe auf die Impftransporte.“

Bericht: Bayerisches Innenministerium