Regierung der Oberpfalz organisiert Runden Tisch zur Integration von Geflüchteten aus der Ukraine in den Arbeitsmarkt

Ukrainische Flagge Quelle: flickr.com/photos/vasenka/
Symbolbild
Quelle: flickr.com/photos/vasenka/

REGENSBURG. Wie können vom Krieg in der Ukraine geflüchtete Menschen am besten in den Oberpfälzer Arbeitsmarkt integriert werden, wenn sie Arbeit suchen? Dazu hat die Regierung der Oberpfalz jetzt einen hochkarätig besetzten virtuellen Runden Tisch organisiert. Die Initiative dazu ging von den Oberpfälzer Arbeitsagenturen, der Industrie- und Handelskammer Regensburg für Oberpfalz/Kelheim sowie der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz aus.

„Unser aller Anliegen ist es, die Geflüchteten aus der Ukraine bestmöglich zu unterstützen – von der Unterbringung bis hin zur Aufnahme in eine geregelte Erwerbstätigkeit“, eröffnete Regierungspräsident Walter Jonas die Videokonferenz. Anschließend diskutierten die Teilnehmer über die aktuelle Situation der Geflüchteten und Strategien, wie die Übergangszeit bis zum Eintritt in ein Arbeitsverhältnis so kurz wie möglich gehalten werden könne. Die Teilnehmer sahen dabei gute Arbeitsmarktchancen für die geflüchteten Ukrainer und versprachen, Hand in Hand bei der Integration zusammenzuarbeiten. Von Seiten der Kammern hieß es, viele Unternehmen in der Oberpfalz wären bereit, Geflüchtete aus der Ukraine zu beschäftigen und auszubilden. Und auch die Vertreter der Arbeitsagenturen und Jobcenter bekräftigten, dass die Möglichkeit für Geflüchtete, unbürokratisch eine Arbeit in der Oberpfalz aufnehmen zu können, sehr hoch sei.
Aber auch Probleme kamen zur Sprache. Viele der Geflüchteten würden zum Beispiel über keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse verfügen oder ihre Qualifikationen seien unklar, so die Erfahrung der Teilnehmer. Sie verständigten sich deshalb darauf, dass es zunächst wichtig sei, den Zugang zu Sprachkursen zu vereinfachen sowie ausländische Bildungsabschlüsse anzuerkennen. Außerdem sei es wichtig die Kinderbetreuung sicherzustellen, da ein Großteil der Schutzsuchenden Mütter mit Kindern sind.
„Viele hoffen verständlicherweise auf ein baldiges Ende des Krieges und machen sich große Sorgen um ihre in der Ukraine verbliebenen Angehörigen und Freunde“, so Jonas. „Deswegen ist unsere Priorität derzeit, ihnen Schutz zu bieten und sie zu versorgen. Viele wollen aber arbeiten und da wollen wir schnell und zuverlässig helfen“, fasste der Regierungspräsident den Austausch am Ende zusammen.


Teilnehmer der Videokonferenz:

– Walter Jonas, Regierungspräsident
– Florian Luderschmid, Regierungsvizepräsident
– Franz Löffler, Landrat Cham
– Willibald Gailler, Landrat Neumarkt
– Andreas Meier, Landrat Neustadt an der Waldnaab
– Tanja Schweiger, Landrätin Regensburg
– Thomas Ebeling, Landrat Schwandorf
– Michael Cerny, Oberbürgermeister Amberg
– Gertrud Maltz Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin Regensburg
– Jens Meyer, Oberbürgermeister Weiden i.d. Oberpfalz
– Dr. Norbert Vogl, Abteilungsleiter Hauptamt, Landratsamt Amberg-Sulzbach
– Regina Kestel, Abteilungsleiterin Sozialwesen Landratsamt Tirschenreuth
– Michael Reichinger, Abteilungsleiter Ausländerangelegenheiten Stadt Regensburg
– Dr. Georg Haber, Präsident Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
– Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
– Thomas Genosko, Abteilungsleiter IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim
– Hermann Brandl, Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Oberpfalz
– Bernhard Lang, Arbeitsagentur Schwandorf
– Johann Götz, Arbeitsagentur Regensburg
– Birgitt Ehrl, Jobcenter Regensburg
– Manfred Tröppl, Jobcenter Amberg
– Rene Kurzawski, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
– weitere Vertreter der Regierung der Oberpfalz

Bericht: Regierung der Oberpfalz