Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum ‚Europäischen Tag des Notrufs‘: Einheitliche europäische Notrufnummer voller Erfolg

Symbolbild: Notaufnahme Quelle: Flickr.com/mabi.photography
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BAYERN. Zum ‚Europäischen Tag des Notrufs‘ am 11.2. hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Bedeutung und den Erfolg der einheitlichen europaweiten Notfallnummer bei einem Besuch der Integrierten Leitstelle (ILS) Nürnberg hervorgehoben. „Seit über 30 Jahren können alle Menschen innerhalb der EU und weiteren europäischen Ländern wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz mit der ‚112‘ im Notfall kostenlos und schnelle Hilfe rufen – sowohl die Feuerwehr als auch den Rettungsdienst“, so Herrmann. „Die bayerischen Integrierten Leitstellen leisten hier großartige Arbeit: Jedes Jahr bearbeiten sie bayernweit rund 2,8 Millionen Notrufe.“ Damit unsere bayerischen Leitstellen auch technisch auf dem neuesten Stand sind, investiert der Freistaat in ein neues Einsatzleitsystem. Wie der Minister bekannt gab, laufe die europaweite Ausschreibung bereits.

Herrmann nahm den Tag des Notrufs zum Anlass, um auf die hohe Zahl an ungewollten Fehlanrufen hinzuweisen. „Alleine bei der ILS Nürnberg war jeder fünfte Anruf, der einging, unbeabsichtigt. Jeder dieser ungewollten Anrufe – zu denen auch sogenannte Hosentaschenanrufe zählen – kostet Zeit und Ressourcen! Denn hier ist höchste Konzentration gefordert, ob es sich um einen Irrläufer oder tatsäch­lich um einen Notfall handelt und bei­spiels­weise der Anrufer aufgrund seiner Verletzungen schwer zu verstehen ist.“ Der Minister mahnte daher zur Vorsicht: „Seien Sie achtsam beim Umgang mit Ihrem Smartphone! Nut­zen Sie beispielsweise bewusst die Sperr­funktion Ihres Endgeräts. Zusätzlich kann eine Handyhülle das Risiko eines unge­wollten Wählens verringern. Helfen Sie so mit, Fehlanrufe beim Notruf 112 zu verhin­dern!“

Herrmann dankte allen Einsatzkräften für ihre hervorragenden Leistungen während der Corona-Pandemie. Ein besonderer Dank ging an den Leiter der ILS Nürnberg und sein Team: „Herr Gistrichovsky hat als alleiniger Ansprechpartner für Bayern die Verlegung von 49 Corona-Intensivpatienten im Rahmen des Kleeblattverfahrens in weniger stark betroffene Bundesländer betreut und koordiniert. Ihm und seinem Team gebührt unser aller Respekt und Anerkennung“.
Weitere Informationen zur Notrufnummer 112 finden Sie unter www.notruf112.bayern.de.

Bericht: Bayerisches Innenministerium