Herrmann: Vorzeigeprojekt „Talentegrate“ ist ein voller Erfolg

Symbolbild: Siemens
Symbolbild
Quelle: flickr.com/photos/flyingpuffin/

BAYERN. „Das Projekt „Talentegrate“ vereint vorbildlich zwei große, aktuelle gesell­schafts- und wirtschaftspolitische Heraus­forderungen: Die Integration von Men­schen mit Fluchthintergrund und die Be­kämpfung des Fachkräftemangels“, lobte Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann bei der gestrigen Netzwerkveranstaltung des Forums für Integration und interkulturellen Dialog der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. „Das Projekt unterstützt Flüchtlinge mit ausländischen akademischen Abschlüssen beim Berufseinstieg und ist dadurch ein Sprungbrett für ihre Karriere bei uns in Deutschland und Bayern.“
Im Rahmen eines 18-monatigen Programms absolvieren sie in den Partnerunternehmen adidas, Siemens und Schaeffler jeweils sechs Monate lang ein bezahltes Praktikum. Neben der Vergütung gibt es interkulturelle Trainings und Mentoringprogramme. Zudem stehen ver­schiedene Einsatzbereiche in den Un­ter­nehmen offen. „Ziel ist eine Festan­stel­lung bei einem dieser Unternehmen“, erklärte der Minister. Das Projekt trage dazu bei, dass Integration in die Gesellschaft und Arbeit in Bayern so gut gelingt. „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihr überragendes Engagement“, so Herrmann.

Zum 1. Juli 2022 haben die ersten Teilneh­mer­innen und Teilnehmer ihr Praktikum begonnen. „Und schon jetzt ist das Projekt ein voller Erfolg: Die Partnerunternehmen wollen „Talentegrate“ fortführen, weitere Unternehmen ha­ben ihr Interesse bekundet“ erklärte Herrmann und ermunterte dazu, die gestrige Veranstaltung zu nutzen, sich weiter über „Talentegrate“ zu infor­mie­ren und nützliche Kontakte zu knüp­fen. „Da­mit möglichst viele Men­schen in Bayern die Chance auf ihre persönliche Erfolgs­geschichte haben. Denn von einer erfolgreichen Arbeitsmarktinte­gra­tion qualifizierter Geflüchteter profi­tie­ren wir alle. So ist die Sicherung und Er­weiterung der Fach­kräf­tebasis ein ent­schei­dender Faktor für unsere Wirt­schaft und unseren Wohlstand in Bayern.“
Der Freistaat unterstützt die Ar­beits­marktintegration und fördert unter an­derem knapp 85 sogenannte Job­be­glei­­te­r und Aus­bil­dungs­akqui­­si­teure für Flüchtlinge. Deren Auf­gabe sei es, Betrie­be und Ge­flüchtete zusammen­zubringen und diese auf ihrem Weg in Aus­bildung und Arbeit und auch da­nach zu be­treuen. „Und der Erfolg gibt uns Recht: Bayern hat mit 72,8 Prozent die bun­des­weit höchste Er­werbs­­tätigen­quote von Menschen mit Migrationshinter­grund und mit 8,1 Prozent bun­des­weit die nied­rig­ste Arbeitslosenquote von Ausländern (Stand Dezember 2022).“ Das gelte übrigens auch bei den ausländischen Frauen (10,2 %; Bund 18,6 %, Stand Dezember 2022) – „ein großartiger Integrationserfolg!“, lobte der Minister.

Bericht: Bayerisches Innenministerium