Pkw kollidiert an Bahnübergang mit Zug

Bahnübergang
Bahnübergang (Symbolbild Pixabay)

WEIDEN / LATSCH. Am Sonntag kam es auf einem Bahnübergang im Bereich Latsch bei Weiden zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Regionalzug.

Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein 24-jähriger aus dem Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab wenige Minuten nach 11 Uhr von der B470 kommend die Ortsverbindungsstraße nach Latsch. Der junge Mann befand sich mit seinem Pkw bereits beim Überfahren der Gleise am dort befindlichen Bahnübergang, als er vom herannahenden Regionalzug auf der Fahrt von Weiden nach Bayreuth hinten links erfasst, gegen eine Leitplanke geschleudert wurde und schwer beschädigt liegen blieb. Der Fahrer, der alleine im Fahrzeug saß, konnte sich noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbst befreien. Er wurde mit offenbar relativ leichten Verletzungen zur Untersuchung ins Klinikum Weiden verbracht.

Der Zug kam trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung erst nach mehr als 400 Metern zum Stehen.  Der Lokführer, sowie die sieben im Zug befindlichen Fahrgäste blieben unverletzt.
Die betroffene Fahrtstrecke wurde seitens der Bahn umgehend bis zur Bergung der beteiligten Fahrzeuge komplett gesperrt. Während der Pkw von einem Abschleppunternehmen geborgen wurde, schleppte die Bahn den äußerlich unbeschädigten Zug von der Unfallstelle ab. Die Fahrgäste wurden auf ein Ersatzfahrzeug umgesetzt und an ihre Zielorte verbracht.

Nach Einschätzung der Polizei beläuft sich der Schaden am Pkw auf 10.000 Euro, womit man von einem Totalschaden ausgehen kann. An der Leitplanke entstand ein Schaden in Höhe von ca. 300 Euro. Sowohl der Zug, als auch die Bahnanlagen, blieben unbeschädigt.
Zur Unfallursache liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Inwiefern sich der Fahrer über Signale oder sich senkende Schranken hinweggesetzt hat, oder ob ein technischer Defekt bei der Anlage vorlag, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Strecke wurde nach ca. 2 Stunden wieder freigegeben.

Bericht: PI Weiden

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